13. September 2018

Recruiting-Fachleute: „Keine Angst vor Bewerbungsrobotern“

Der bekannte HR Experte Jörg Buckmann hat die Probe aufs Exempel gemacht: Er wollte wissen, was Bewerbungsroboter wirklich taugen und hat an einer Fachmesse den Selbstversuch gemacht. Das Ergebnis und die Erkenntnisse daraus, waren äusserst spannend für die Teilnehmenden am grossen WEKA Recruiting Day-Anlass 2018.

1 Kommentar  

 
am 22.09.2018 05:29 schreibt
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Jörg Buckmann hat seine Passion, Marketing und Kommunikation in Human Resources, zum Beruf gemacht. Er unterstützt Firmen und Behörden, die ihren Arbeitgeberauftritt wirkungsvoll verbessern wollen. Zu seinen Lieblingsthemen gehören die Digitalisierung in der HR Branche und „Active Recruiting“ – also Agieren statt Reagieren. Aktives Recruiting war denn auch das Motto des Recruiting Day Kongresses 2018.

Selbstversuch mit Roboter war aufschlussreich

Jörg Buckmann: „Alles redet von Digitalisierung. Zurecht. Aber man bedenke: Normal ist das neue Digital: Die Renaissance des Normalen und Menschlichen in der Personalwerbung ist trotz dem Aufkommen der Bewerbungsroboter voll im Trend. Recruiting Fachleute müssen demnach keine Angst haben vor Bewerbungsrobotern. Denn die Digitalisierung löst keine Probleme. Vielmehr sollte man proaktiv sein, nicht warten, sondern die aktuellen Probleme auch wirklich heute lösen.“

Klare Worte von einem Mann, der sich intensiv mit dem modernen Recruiting auseinander setzt. Buckmann fragt: Künstliche Intelligenz, Persönlichkeitstests, Big Data: alles nur Schlagworte? (Lesen Sie auch: Aufgespürt und eingestellt von einem Roboter und dank künstlicher Intelligenz)

Normal ist das neue digital

Unter anderem die Effizienz und Notwendigkeit der Bewerbungsroboter will  Buckmann genauer erforschen. Denn vielen Recruiting-Fachleuten brennt dieses zum Teil ziemlich hoch „gepushte“ Thema unter den Nägeln. Viele fragen sich: Haben wir den Anschluss an die Moderne verpasst? Buckmann beruhigt: Keineswegs. Denn bei seinem Selbsttest mit dem schon weit entwickelten Bewerbungsroboter „Bobby“ war das Ergebnis nicht wirklich berauschend. Und so erlebte Buckmann den Selbstversuch: In der Cloud wandelte die Microsoft-Lösung das gesprochene Wort des Gesprächspartners von Bobby, also Jörg Buckmann, in Sekundenbruchteilen in Text um, suchte anhand von Schlüsselwörtern nach vorhandenen, relevanten Informationen und schickte diese, wiederum verbal umgewandelt zu Bobby. Dieser antwortete. Das alles brauchte jeweils einen Moment Zeit, funktionierte meist aber schon ziemlich zuverlässig.  Die meistverlangten Auskünfte habe Bobby – so Buckmann - schon ganz gut im Griff. Auf nicht allzu schwierige Rückfragen hatte er meist die passende Antwort parat, sofern der Fragesteller gängige Schlüsselwörter nutzte und deutlich gesprochen würde. Und doch habe Bobby seine Limiten: „Immer mal wieder versteht er bei genaueren Nachfragen und Sachverhalten nicht, was genau gemeint ist. Mein Date mit Bobby zeigt: Recruiter müssen in absehbarer Zeit die Konkurrenz ihrer japanischen 'Gspänli' nicht fürchten. Individuelle Anliegen überfordern Bobby noch. Und ausserdem wäre ein kurzes Gespräch mit einem richtigen Unternehmensvertreter dann doch nach wie vor deutlich schneller, individueller und somit aus Sicht der Interessierten auch viel effizienter“, so Buckmann – ein ausführlicher Bericht ist hier nachlesbar.

Es sei, so Buckmann, also nicht so, dass HR-Recruiter Angst haben müssen, den Job an einen Roboter zu verlieren. Sein Fazit: „Mich nervt der Hype betreffend Digitalisierung. Der technologische Fortschritt verändert unser Leben seit gut 200 Jahren, bahnbrechende technologische Neuerungen sind also kein Phänomen unserer Zeit. Und es ist nicht so, dass neue Tools und Social Media das Recruiting von heute auf morgen komplett verändern.“

Humor als Kriterium

Weitere Themen, die dem Experten Buckmann am Herzen liegen, haben ebenfalls mit der Wichtigkeit der so genannten „Emotionalen Intelligenz“ zu tun. Zum Beispiel ist es wichtig zu wissen, welche Gründe zu einer proaktiven Kündigung seitens der Arbeitnehmenden führen. „Das Arbeitsklima ist – nebst der Unterforderung und ungenügenden Talentförderung – der wichtigste Kündigungsgrund. Also: Humor und Lachen im Job sind kein Witz, sondern knallharte Erfolgsfaktoren. Arbeite nie für einen Chef, der nie lacht. Lachen trägt zur Konfliktlösung bei und somit zur Produktivität“, sagt Buckmann. HR sei auch ein bisschen Hofnarr, fügte er am Recruiting Day hinzu und die sichtlich  amüsierten Teilnehmenden hörten gebannt zu. Das Fazit zu diesem Thema war: Wer, wenn nicht wir vom HR, sollte denn sonst der Gralshüter einer humorvollen Kultur sein?

Goldene Regel der Personalwerbung

Jörg Buckmann findet ausserdem, dass das Jahresgespräch abgeschafft werden müsste. Zum Beispiel bei der Stadt Zürich habe der Leitfaden für das Jahresgespräch 46 Punkte. Das sei lächerlich. Der Schlüssel für Personalwerbung sei einfach und folge einer goldenen Regel: „Tue anderen nicht an, was dich ärgern würde, wenn es andere dir antäten.“ Buckmann rät zudem, nicht nur HR-Fachpersonen, sondern auch Marketing- oder Kommunikationsfachleute im HR anzustellen. Diese seien teilweise besser geeignet fürs Recruiting, weil es halt viel um Marketing ginge.

Jörg Buckmann hat seine Passion, Marketing und Kommunikation in Human Resources, zum Beruf gemacht. Er unterstützt Firmen und Behörden, die ihren Arbeitgeberauftritt wirkungsvoll verbessern wollen. Er ist aber auch als Speaker und Moderator tätig. Vor seiner Zeit als Berater war er mehr als acht Jahre Leiter Personalmanagement der Verkehrsbetriebe Zürich. Jörg Buckmann ist vielen auch als Blogger bekannt, der immer wieder mit pointierten Beiträgen rund um das Personalmarketing für Aufmerksamkeit in der HR-Community sorgt. Sein Fachbuch «Personalmarketing mit Frechmut und Können» gehört zu den meistverkauften Werken zu diesem Thema.

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