13. Juni 2018

Arbeitswelt 4.0: «Raus aus der Paralyse!»

Erzeugt die Vision auf die Arbeitswelt 4.0 eher Angst oder Zuversicht? Angst vor Veränderung ist oftmals stärker als der Blick auf die reellen Chancen, die eine Transformation beinhalten. Deshalb fordert die Betriebsökonomin FH und dipl. Managementcoach Stefanie Seiz: «Raus aus der Komfortzone»!

Kommentieren  

Zu diesem Artikel wurden noch keine Kommentare geschrieben. Wir freuen uns, wenn Sie den ersten Kommentar zu diesem Artikel verfassen.
 

Kommentar schreiben

Alle mit * gekennzeichneten Felder bitte ausfüllen!

 

Stefanie Seiz sieht die Art der Perzeption – also die Sichtweise auf eine (neue) Situation – als Schlüssel für den Umgang mit den neuen Herausforderungen bei künftigen Berufsleuten und bei den Anforderungen an das HR: «Viele erfahrene Führungspersonen sollten sich bewusst sein, dass jede und jeder schon Veränderungen erlebt hat. Man ist zudem nie alleine beim Prozess der Veränderung. Es braucht eine Prise Selbstvertrauen und den Willen, in ein eventuell neues Lernfeld einzutreten. Wer die Chancen in einem neuen Arbeitsfeld höher einschätzt als die Risiken, hat Vorteile.»

Leistungsnachweise statt „heisse Luft“

Die Rekrutierung der Mitarbeitenden funktioniert in den meisten Fällen noch heute nach einem alten, bewährten Muster. Nicht nur Stefanie Seiz  wünscht sich manchmal etwas weniger genau definierte Jobprofile, die einem Korsett gleichen. Denn die Jobs der Zukunft passen sich den Aufgaben an und diese ändern sich laufend. Und: Mehr Platz für die Kreativität sei sicherlich gefragter denn je. Die wirklich harte Währung im Recruiting ist jedoch ein klarer Leistungsnachweis. Keine heisse Luft, sondern klare Visionen und - wenn schon vorhanden – erfolgreiche Umsetzungen bei früheren Tätigkeiten wollen HR Fachleute sehen. Für die Arbeitsmarktfähigkeit gibt es einige Indikatoren. Dazu gehören die klar nachvollziehbaren Leistungsnachweise, Weiterbildungen und die fachliche Kompetenz. Jedoch auch die Anpassung an das Marktumfeld und der Mut, sich aus einer vermeintlichen Komfortzone zu bewegen.

Weg aus der «Paralyse»

Natürlich, so Seiz, sei eine gute fachliche Aus-oder Weiterbildung wichtig. Oft jedoch, müsse man sich bei der Wahl der Aus- oder Weiterbildung noch mehr auf die neuen Realitäten einrichten. Deshalb schaue man bei der Evaluierung der Kandidatinnen und Kandidaten auch auf aktuelle, neue fundierte Ausbildungen, die in den letzten fünf oder sechs Jahre absolviert wurden. Stefanie Seiz appelliert für einen «Weg aus der Paralyse», für Mut zur Bewegung, für ein gutes eigenes Reflektionsverhalten und für die intensive Nutzung und den Aufbau der Netzwerke: «Die künftige Arbeitswelt ist ein Spielfeld, den Mutigen und Neugierigen gehört die Zukunft.»

Um unsere Website laufend zu verbessern, verwenden wir Cookies. Durch die Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr Infos