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27. April 2021

Praxistransfer: Mehr aus Weiterbildung herausholen

Sind Sie nach dem Seminar oder der Weiterbildung an Ihrem Arbeitsplatz zurück, dann helfen Ihnen die folgenden 18 Tipps, um möglichst viel in Ihre eigene Praxis zu überführen.

Von: Slavica Sovilj  

Slavica Sovilj

Slavica Sovilj, lic. phil. I, MAS Coaching, IAP, ist Inhaberin des Beratungsunternehmens Potenzial Plus GmbH. Sie hat 25 Jahre Führungs- und Projektleitungserfahrung im internationalen Umfeld mit den Schwerpunkten Organisationsentwicklung und Change Management.

18 Tipps für den Praxistranfer

Nutzen Sie diese praktischen Tipps, um mehr aus der Weiterbildung herauszuholen.

Tipp Nr. 1: Gewohnheiten ändern

Wenn Sie den Willen zur Veränderung der Gewohnheiten haben, dann helfen Ihnen die folgenden sechs Schritte:

  • Entschluss: Bestimmen Sie, welche Ihrer bestehenden Gewohnheiten Sie ablegen wollen.
  • Aktionsplan: Beschreiben Sie für sich möglichst genau, welche neue Gewohnheit Sie zukünftig praktizie­ren.
  • Konsequent anfangen: Beginnen Sie mit dem neuen Verhalten so konsequent wie irgend möglich.
  • Selbstdisziplin: Weichen Sie nicht von Ihrem neuen Verhalten ab, bevor sich dieses sicher etabliert hat.
  • Support-Team: Bitten Sie andere, Sie bei der Veränderung zu unterstützen.
  • Just do it: Konzentrieren Sie sich nur auf diese eine Gewohnheit, die Sie verändern wollen. Wichtig ist, dass Sie sofort anfangen.

Tipp Nr. 2: Die ersten Stunden sind entscheidend

Die erste Stunde bzw. die ersten beiden Stunden, wenn Sie wieder an Ihrem Ar­beitsplatz sind, machen Sie keine Ter­mine, sondern arbeiten Sie Ihre Notizen aus dem Seminar durch. Schauen Sie sich die Unterlagen, Tests und Check­listen noch einmal genau an.

Tipp Nr. 3: Umsetzungsplan erstellen

Erstellen Sie dann einen Umsetzungs­plan, was Sie genau ändern werden. Hierzu machen Sie eine Liste, welche die einzelnen Punkte aus Ihren Notizen aufgreift und in konkrete Massnahmen fasst. Zum Beispiel: An Herrn Huber das Thema «Budgetplanung» überge­ben.

Tipp Nr. 4: Prioritätenliste festlegen

Dann legen Sie eine Prioritätenliste fest, welche zehn Punkte die absolut ent­scheidenden sind. Besprechen Sie mit Ihren Mitarbeitern die einzelnen Punkte und legen Sie einen Zeitplan zur Um­setzung fest.

Tipp Nr. 5: Raus aus dem Hamsterrad

Steigen Sie aus dem Hamsterrad aus. Ihr Ziel muss es sein, dass Sie sich mehr Zeitraum schaffen, damit Sie nicht «im Unternehmen/Abteilung/ Team» sondern «am Unternehmen/Ab-teilung/Team» arbeiten.

Tipp Nr. 6: Initiativen starten

Bringen Sie über «Initiativen» also kon­krete Aufgaben und Projekte, mit denen Sie Ihre Mitarbeiter beauftragen, mehr Drive und Ergebnisorientierung in Ihr Unternehmen/Abteilung/Team. Zum Beispiel Verbesserungs-, Optimierungs-bzw. Rationalisierungsprojekte, bei de­nen Ihnen Ihre Mitarbeiter laufend über den Fortgang und ihre Weiterentwick­lung berichten.

Tipp Nr. 7: Feedbackgespräche

Schätzen Sie aus Führungssicht Ihre Mitarbeiter und deren aktuelle Perfor­mance ein und führen Sie zeitnah Feedbackgespräche zum momenta­nen Status, zu Ihrer Zufriedenheit und zu den individuellen Entwicklungs­potenzialen (Feedbackgespräche = Wasserstandsgespräche alle drei Mo­nate).

Tipp Nr. 8: Verbesserungs-Workshop

Dann führen Sie einen Verbesserungs-Workshop mit Ihrem Team durch. In diesem geht es darum, das Wissen und Know-how Ihrer Mitarbeiter zur konkreten Verbesserung von Struktu­ren und Prozessen zu nutzen, diese aktiv in die Veränderung miteinzubinden, der in konkrete Umsetzungs­massnahmen in Form von einzelnen To-dos mündet.

Tipp Nr. 9: Monkey-Management und Rückdelegation vermeiden

Welche Aufgaben befinden sich auf Ihrem Schreibtisch, die da gar nicht hingehören. Geben Sie diese an Ihre Mitarbeiter mit der Bitte und der kon­kreten Erwartungen zu Lösungsvor­schlägen zurück.

Tipp Nr. 10: Keine Schriftstücke

Nehmen Sie keine Schriftstücke an, die auch bei Ihrem Mitarbeiter verbleiben können. Wenn Sie diese in die Hand nehmen, dann liegt alles bei Ihnen auf dem Schreibtisch, und Ihr Mitarbeiter ist seine Verantwortung los.

Tipp Nr. 11: Keine Affen aufbinden lassen

Lassen Sie sich nicht weitere «Affen» aufbinden, wenn Führungskräfte bzw. Mitarbeiter Sie zwischen «Tür und An­gel» ansprechen. Das heisst konkret, zei­gen Sie sich zwar interessiert, wenn Sie von Mitarbeitern auf Missstände hingewiesen werden, sagen Sie je­doch, diese sollen die Information an den jeweiligen Vorgesetzten weiterge­ben, wenn noch eine oder mehrere Führungsebenen zwischen Ihnen und dem Mitarbeiter liegen. Und wichtig, diese sollen den jeweiligen Vorgesetz­ten schriftlich informieren.

Tipp Nr. 12: Wirksamkeit in der Kommunikation

Fragen Sie sich, wie Sie mehr Wirksam­keit in Ihrer Kommunikation schaffen. In welchen Bereichen bzw. bei wel­chen Mitarbeitern brauchen Sie mehr «Schriftlichkeit», wo müssen Sie mehr «Fragen stellen», wie schaffen Sie mehr Transparenz, und wie beteiligen Sie Ihre Mitarbeiter mehr, für mehr Involvement, Commitment und Ownership.

Tipp Nr. 13: Erfolgstagebuch

Schreiben Sie sich jeden Abend zum Beispiel auf, was Ihnen gut gelungen ist, worüber Sie sich gefreut haben und wer Sie positiv angesprochen hat.

Tipp Nr. 14: Dokumentation

Wichtig ist, dass Sie sich jeden Abend Notizen über jeden Ihrer Mitarbeiter machen. Konkret, was ist Ihnen positiv aufgefallen und wo gibt es noch Verbes­serungspotenzial?

Tipp Nr. 15: Freitagsreview

Nehmen Sie sich am Freitag 15 Minu­ten Zeit, um einen Review durchzu­führen, wie Sie mit Ihren Umsetzungs­punkten weitergekommen sind.

Tipp Nr. 16: Psychohygiene

Denken Sie an Ihre Psychohygiene. Diese soll dazu führen, Ihre seelische Gesundheit zu erhalten bzw. wieder­herzustellen.

Tipp Nr. 17: Positive Affirmationen helfen

Affirmationen sind einfache, klare und positiv formulierte Sätze. Sie dienen dazu, Ihr Unterbewusstsein mit positi­ven Informationen zu belegen. Konkret: «Ich schaffe das», «Ich bin erfolgreich», «Ich bin gesund». Sprechen Sie die Affirmation laut aus. Schreiben Sie Ihre Affirmationen zusätzlich auch auf mehrere Zettel. Die Wirksamkeit erhöht sich mit der Häufigkeit, mit der das Gehirn mit ihr trainiert wird.

Tipp Nr. 18: Lesen

Lesen Sie bzw. hören Sie «positive» Bü­cher wie «Sorge dich nicht – lebe!» von Dale Carnegie und übernehmen Sie auch die Empfehlungen von Amy Cuddy zum Beispiel «Power posing» (TED.com).

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