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04. November 2021

Emotionen freisetzen: Wie Sie ein Gespräch mit Emotionen lenken

Emotionen freisetzen

Emotionen sind kommunikative Brücken zu den anderen und rufen Reaktionen hervor – ob positiv oder negativ. Seit Urzeiten sind sie tief in unseren Kommunikationsstrukturen verankert. Denn lange bevor das Wort und die Sprache entstanden, kommunizierten wir durch das Zeigen von Emotionen.

Von: Brigitte Miller  

Brigitte Miller

Brigitte Miller ist freie Journalistin und Autorin. Sie schreibt für namhafte Verlage und Onlineportale im In- und Ausland zu den Themenbereichen Management, Mitarbeiterführung, Kundenbindung, Zeitmanagement, Kreativität, Kommunikation und Selbstmanagement. In ihre Beiträge lässt sie nicht nur die vielen Tipps und Erfahrungen fliessen, die sie durch Gespräche, Interviews und Recherche erhält, sondern auch persönliche Erkenntnisse, die ihr der (Berufs-)Alltag beschert.

Sie wissen es aus Erfahrung: Wie andere reagieren, liegt nicht in Ihrer Macht. Ein Fakt,

  • der richtig ist, weil Sie nie einschätzen können, was Ihr Gegenüber von Ihrem Gesagten «hört»; wie er Ihre Aussage versteht und interpretiert; welche Erfahrungsmuster durch Ihre Meinung getriggert werden; welche Bedürfnisse und Anliegen bei ihm bestätigt oder verletzt werden; wie es ihm in diesem Augenblick überhaupt geht (vielleicht ist er noch von einem Kundenanruf gestresst) und welche Beziehungsmuster gerade in Kraft treten.
  • der zugleich falsch ist, weil Sie – bis zu einem gewissen Grad (!) – doch Einfluss auf die Emotionen Ihres Gegenübers nehmen können. So durch die Art, wie Sie kommunizieren; welche Worte Sie benutzen; wie viel Empathie Sie für den anderen aufbringen; wie Sie nonverbal auftreten; ob Sie Ihre Aussage für ihn verständlich kommunizieren, um nur einige Faktoren aufzuzählen, die immer wieder und wieder Emotionen in anderen freisetzen.

Und noch eins: Emotionen stecken an – garantiert. Mit gewissen Strategien gelingt es, Emotionen zu «lenken» und «gezielter» freizusetzen. Entdecken Sie diese Strategien jetzt.

Strategie Nr. 1: Sprachmuster ansprechen

Sie wollen charismatisch auftreten. Sie wollen überzeugen. Und so führen Sie schlagkräftige Argumente auf. Leider oftmals ohne nachhaltige Wirkung auf Ihren Gesprächspartner. Denn der Kunde oder Kollege bringt Einwände hervor und blockt ab. Statt nun Ihre Argumentation zu ändern, sollten Sie besser die Sprache Ihres Gegenübers sprechen – dann kommt Ihre Botschaft auch an. Und ganz nebenbei setzen Sie positive Emotionen frei.

Strategie Nr. 2: Eigenen Körperraum wahrnehmen

Sie haben es selbst oft genug erlebt: Charismatische Persönlichkeiten nehmen Raum ein, ohne realen Raum zu beanspruchen. Es ist, als ob ihre Körperpräsenz so stark und vibrierend ist, dass sie einfach auffallen, egal, wie viele Menschen um sie herum sind. Um diese Körperpräsenz zu erreichen, müssen Sie sich Ihres eigenen Körperraums bewusst werden.

Strategie Nr. 3: Stärken Sie Ihre Stimme

Ihre Stimme ist Ausdruck Ihrer Persönlichkeit. Doch nicht immer transportiert Ihre Stimme das Bild einer charismatischen Persönlichkeit. Vielleicht klingt sie oft gepresst. Oder es fehlt ihr an Stimmvolumen. Vielleicht sprechen Sie in stressigen Situationen viel zu schnell und undeutlich, sodass Ihre Mitmenschen Sie nur schwerlich verstehen können. Emotionen setzen Sie in solchen Momenten nur wenige frei. Und schon gar keine Begeisterung. Vielmehr wird Ihr Gesprächspartner genervt oder gelangweilt reagieren, weil er Sie kaum verstehen kann.

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